LEGENDS OF SPEED - Historische Rallyefahrzeuge unterwegs in Sachsen

20.05.2011

Michael Gräßler hat ein großes Herz für den Sport. Der Geschäftsführer des Unternehmens Becker Umweltdienste unterstützt mit seiner Firma nicht nur den Chemnitzer Fußballclub und die Basketballer „Niners“. Er hilft auch einem prominenten Rallye-Team. Klaus Fritzinger und Walter Münch aus Kaiserslautern, die mit den Becker-Firmeninhabern gut bekannt sind, fahren noch bis heute Abend beim Sachsen-Rennen „Legends of Speed“ mit. Bevor sie an den Start gingen, statteten die Fahrer ihrem Sponsor noch einen Besuch auf dem Firmengelände an der Bornaer Straße ab. Dumm nur: Ihren historischen Rennboliden hatten sie gar nicht dabei. Der Wagen, Baujahr 1971, mit seinen 250 Pferdestärken und einem Gesamtgewicht von 1050 Kilogramm musste zur Kontrolle vor dem Rennen in die Werkstatt: „Bis zum Start ist das Auto aber wieder fit“, so Klaus Fritzinger. Die kleine Panne machte den Rennsportler nicht unruhig. Der 74-jährige wäre dazu auch viel zu gewieft. „Ich fahre seit 1964 Rennen“, so der Pfälzer. Er hat schon dreimal die schwierige „Tour d’Europe“ gewonnen. Ein Rennen, bei dem 15.000 Kilometer zurückgelegt werden müssen. 20 Mal hat er die „Rallye Monte Carlo“ bestritten. Und wenn er mal nicht am Steuer sitzt, verkauft er Absperrungen für Kartbahnen, die er selbst entwickelt hat. Unter seinen Kunden: die rennverrückten Schumacher-Brüder Michael und Ralf. Klaus Fritzinger war aber nicht von Anfang an Rennfahrer. Mit 17 war er Profi-Kicker, rannte mit Fritz Walter bei Kaiserslautern über den Platz. Später spielte er in Saarbrücken Fußball. Am Dienstag, als er seinen Chemnitzer Sponsoren einen Kurzbesuch abstattete, blätterte Klaus Fritzinger mit seinem Co-Piloten Walter Münch, Becker-Chef Michael Gräßler und dem Chemnitzer Niederlassungsleiter Holger Rösel das Allerheiligste durch, das Streckenbuch. Darin ist jede Kurve der 600 Kilometer langen Rallye „Legends of Speed“ mit Biegungsgrad und Tempo-Empfehlung beschrieben.

Quelle: Auszug aus der „Freien Presse“ vom 20.05.2011

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