Bauschuttcontainer bilden Schutzwall bei Bombenentschärfung

31.12.2005

Die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen vor der Entschärfung des Blindgängers gestalteten sich in diesem Fall besonders schwierig und zeitaufwendig. Denn im Sperrgebiet lagen neben Wohnbezirken mit ca. 2500 Menschen auch große Betriebe, deren Produktion zunächst heruntergefahren musste, ehe das Areal vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz evakuiert werden konnte. Besonders heikel: etwa 150 Meter von der Fundstelle der Bombe entfernt befanden sich zwei große Gaskessel der städtischen Gaswerke. Es bestand also die Gefahr, dass bei einer Explosion beim Entschärfen der Bombe, Splitter die Kesselwände durchschlagen könnten. Die Folgen wären nicht absehbar gewesen, eine Explosion der Gaskessel drohte.

Rund um die Fundstelle musste also ein Splitterschutzwall errichtet werden, bevor die sechs Männer vom Kampfmittelräumdienst ihre Arbeit beginnen konnten. Als besonders geeignet erwiesen sich dazu Metallcontainer, wie sie im Tagesgeschäft der Jakob Becker Entsorgungs-GmbH zum Beispiel zur Entsorgung von Bauschutt benutzt werden. Die Container wurden mit Erdreich befüllt und aufeinander gestapelt. Am Ende war der künstliche Splitterschutzwall bis zu vier Meter hoch, die drohende Gefahr damit abgewendet. Die Fliegerbombe war nach 2,5 Stunden entschärft und es konnte Entwarnung erfolgen.

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